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Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz

Zweck des Bundesversorgungsgesetzes ist es, die Opfer der Weltkriege angemessen zu entschädigen. Dabei geht es sowohl um die beschädigten Soldaten, die Witwen und Waisen der Gefallenen als auch um die Opfer, die der Krieg unter der Zivilbevölkerung gefordert hat.

Anspruch auf Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetzes haben, im wesentlichen Personen, die gesundheitliche Schäden durch:

  • einen militärischen oder militärähnlichen Dienst
  • Kriegsgefangenschaft
  • eine Internierung wegen deutscher Staatsangehörigkeit oder deutscher Volkszugehörigkeit
  • offensichtlich unrechtmäßige Straf- oder Zwangsmaßnahmen im Zusammenhang mit militärischem oder militärähnlichem Dienst
  • unmittelbare Kriegseinwirkung

erlitten haben.

Als Entschädigungsleistungen können grundsätzlich gewährt werden:

  • Beschädigtengrundrente, wenn ein Grad der Schädigungsfolge von mindestens 25 vom Hundert anerkannt werden kann. Die Höhe der Rente ist abhängig von der Höhe des Grades der Schädigungsfolge.
  • einkommensabhängige Leistungen, zum Beispiel Schwerstbeschädigtenzulage, Pflegezulage, Pauschbetrag für Kleider- und Wäscheverschleiß
  • Ausgleichsrente für Beschädigte mit einem Grad der Schädigungsfolge von mindestens 50 vom Hundert, die infolge ihres Gesundheitszustandes oder ihres hohen Alters eine zumutbare Erwerbstätigkeit nicht oder nur in beschränktem Umfang ausüben können. (Diese Rente ist einkommensabhängig.)
  • Witwenrente/Witwenbeihilfe (Sie besteht aus der Grundrente, der Ausgleichsrente und dem Schadensausgleich.)
  • Waisenrente/Waisenbeihilfe
  • Elternrente (Diese Rente ist einkommensabhängig.)
  • Bestattungsgeld
  • Sterbegeld
  • Berufsschadensausgleich
  • Leistungen der Heil- und Krankenbehandlung (Diese beinhalten die ärztlichen und zahnärztlichen Behandlungen, Zahnersatz, orthopädische Hilfsmittel, Kuren und Psychotherapien.)
  • Leistungen der Kriegsopferfürsorge

Leistungen werden nur auf Antrag gewährt.