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Opferentschädigungsgesetz

Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz kann erhalten, wer in Deutschland oder außerhalb des Bundesgebietes auf einem deutschen Schiff oder deutschen Luftfahrzeug Opfer einer Gewalttat geworden ist und dadurch einen körperlichen, geistigen oder seelischen Schaden erlitten hat.

Leistungen werden nur auf Antrag gewährt. Es empfiehlt sich, den Antrag frühzeitig (innerhalb eines Jahres nach dem Zeitpunkt der Schädigung) zu stellen, weil in der Regel nur dann Leistungen bereits ab dem Zeitpunkt der Schädigung möglich sind.

Der Antrag kann beim Amt für Versorgung und Integration Bremen, aber auch bei allen anderen Sozialleistungsträgern, zum Beispiel einer gesetzlichen Krankenkasse oder Rentenversicherung, und bei anderen Ämtern gestellt werden.

Den Antrag finden Sie hier (pdf, 424.6 KB).

Zur allgemeinen Information verweisen wir auf unser Merkblatt (pdf, 28.1 KB) und auf den
Flyer Opferentschädigung (pdf, 450.5 KB).

Das Opferentschädigungsgesetz gilt uneingeschränkt für Personen, die nach dem 15. Mai 1976 (Inkrafttreten des Gesetzes) Opfer einer Gewalttat in Deutschland geworden sind.

Außerdem haben Hinterbliebene (Witwen, Witwer, Waisen, Eltern) Anspruch auf Versorgung, wenn eine Gewalttat unmittelbar oder später zum Tod des Opfers führt.

Eine Gewalttat im Sinne des Opferentschädigungsgesetz liegt vor, wenn eine Person durch einen vorsätzlichen, rechtswidrigen tätlichen Angriff zum Beispiel Körperverletzung, sexueller Missbrauch) gegen sich oder eine andere Person eine gesundheitliche Schädigung erlitten hat. Auch wenn die gesundheitliche Schädigung durch eine Abwehr eines Angriffs entstanden ist, liegt eine Gewalttat vor.

Ein Angriff kann zum Beispiel auch ein Sprengstoffanschlag oder Brandstiftung sein, ebenso wie vorsätzliche Verabreichung von Gift.

Ausnahme

Das Opferentschädigungsgesetz findet keine Anwendung bei Schäden, die vom Angreifer durch den Gebrauch eines Kraftfahrzeugs oder eines Anhängers verursacht worden sind. In solchen Fällen kann aber ein Antrag an den Entschädigungsfond für Schäden aus Kraftfahrzeugunfällen gerichtet werden.

Die Anschrift lautet:

Verein für Verkehrsopferhilfe e.V.
Glockengießerwall I/V
20095 Hamburg