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Ausgleichsabgabe

Private und öffentliche Arbeitgeber, die mindestens 20 Arbeitsplätze haben, sind dazu verpflichtet auf wenigstens 5% der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Solange Arbeitgeber die vorgeschriebene Zahl schwerbehinderter Menschen nicht beschäftigten, entrichten sie für jeden unbesetzten Arbeitsplatz eine Ausgleichsabgabe.
Ein Großteil dieser Ausgleichsabgabe fließt dann wieder in die Betriebe und Dienststellen, die schwerbehinderte Menschen beschäftigen oder für sie Arbeitsplätze schaffen.

Arbeitgeber können für Aufträge, die sie an anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen) vergeben, einen Teil des Rechnungsbetrages (50% der von der Werkstatt erbrachten Arbeitsleistung) auf die zu zahlende Ausgleichsabgabe anrechnen.

Die Höhe der Ausgleichsabgabe wird auf Grund einer jahresdurchschnittlichen Beschäftigungsquote ermittelt. Für jeden Pflichtarbeitsplatz, der nicht mit einem schwerbehinderten Menschen besetzt ist, sind monatlich zu zahlen:

QuoteErhebungsjahr 2020 Erhebungsjahr 2021
von 3% bis weniger als 5%125 € 140 €
von 2% bis weniger als 3% 220 € 245 €
weniger als 2% 320 € 360 €

Für das Erhebungsjahr 2020 ist die Ausgleichsabgabe zum 31.03.2021 fällig, für das Erhebungsjahr 2021 bis zum 31.03.2022.

Betriebe mit unter 60 Arbeitsplätzen
Für kleinere Betriebe gilt folgende Sonderregelung:

  • Arbeitgeber mit bis zu jahresdurchschnittlich 39 Arbeitsplätzen zahlen 125,00 € monatlich (140 € ab Erhebungsjahr 2021), wenn sie jahresdurchschnittlich weniger als einen schwerbehinderten Menschen beschäftigen.
  • Arbeitgeber mit bis zu 59 Arbeitsplätzen zahlen 125,00 € monatlich (140 € ab Erhebungsjahr 2021), wenn sie jahresdurchschnittlich weniger als zwei schwerbehinderte Menschen beschäftigen
  • bei Beschäftigung von jahresdurchschnittlich weniger als einem schwerbehinderten Menschen zahlen sie 220,00 € (245 € ab Erhebungsjahr 2021) .

Bis zum 31. März müssen Arbeitgeber mit 20 und mehr Arbeitsplätzen bei der zuständigen Arbeitsagentur für jeden Betrieb eine Anzeige für das vorangegangene Jahr vorlegen. Die zu zahlende Ausgleichsabgabe wird von den Arbeitgebern selbst berechnet und ebenfalls bis zum 31. März an das Integrationsamt abgeführt.

Für rückständige Beträge erhebt das Integrationsamt ab dem 01.04. Säumniszuschläge.

Betriebe, deren Hauptsitz sich laut Handelsregistereintrag in Bremen beziehungsweise Bremerhaven befindet, überweisen die Ausgleichsabgabe auf das Konto der Landeshauptkasse Bremen:
IBAN DE73 2905 0101 0001 0906 53.

Bitte geben Sie dabei als Verwendungszwecks an:
0304111119/Betriebsnummer/Jahr/AGLA.