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Ausgleichsabgabe

Das Schwerbehindertenrecht im Neunten Buch - Sozialgesetzbuch verpflichtet Arbeitgeber, die über mindestens 20 Arbeitsplätze verfügen, wenigstens 5% schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen.

Ausgleichsabgabe bezahlen Arbeitgeber, die dieser Beschäftigungspflicht für schwerbehinderte Menschen nicht oder nur zum Teil nachkommen (können). Ein Großteil dieser Ausgleichsabgabe fließt dann wieder in die Betriebe und Dienststellen, die schwerbehinderte Menschen beschäftigen oder für sie Arbeitsplätze schaffen.

Die Höhe der Ausgleichsabgabe wird auf Grund einer jahresdurchschnittlichen Beschäftigungsquote ermittelt. Sie beträgt ab dem Erhebungsjahr 2016

  • von 3% bis weniger als 5%: 125,00 €
  • von 2% bis weniger als 3%: 220,00 €
  • von weniger als 2%: 320,00 €

pro nicht mit schwerbehinderten Menschen besetztem Pflichtarbeitsplatz.

Betriebe mit unter 60 Arbeitsplätzen
Für kleinere Betriebe gilt folgende Sonderregelung:

  • Arbeitgeber mit bis zu jahresdurchschnittlich 39 Arbeitsplätzen zahlen 125,00 € monatlich, wenn sie jahresdurchschnittlich weniger als einen schwerbehinderten Menschen beschäftigen.
  • Arbeitgeber mit bis zu 59 Arbeitsplätzen zahlen 125,00 € monatlich, wenn sie jahresdurchschnittlich weniger als zwei schwerbehinderte Menschen beschäftigen
  • bei Beschäftigung von jahresdurchschnittlich weniger als einem schwerbehinderten Menschen zahlen sie 220,00 €.

Arbeitgeber können für Aufträge, die sie an anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen) vergeben, einen Teil des Rechnungsbetrages (50% der von der Werkstatt erbrachten Arbeitsleistung) auf die zu zahlende Ausgleichsabgabe anrechnen.

Bis zum 31. März müssen Arbeitgeber mit 20 und mehr Arbeitsplätzen bei der zuständigen Arbeitsagentur für jeden Betrieb eine Anzeige für das vorangegangene Jahr vorlegen. Die zu zahlende Ausgleichsabgabe wird von den Arbeitgebern selbst berechnet und ebenfalls bis zum 31. März an das Integrationsamt abgeführt.

Für rückständige Beträge erhebt das Integrationsamt ab dem 01.04. Säumniszuschläge.

Betriebe, deren Hauptsitz sich laut Handelsregistereintrag in Bremen beziehungsweise Bremerhaven befindet, überweisen die Ausgleichsabgabe auf das Konto der Landeshauptkasse Bremen:
IBAN DE73 2905 0101 0001 0906 53.

Bitte geben Sie dabei als Verwendungszwecks an:
0304111119/Betriebsnummer/Jahr/AGLA.