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Inklusionsbetriebe

Inklusionsbetriebe bieten schwerbehinderten Menschen mit besonderen Vermittlungshemmnissen Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt. Während jeder Arbeitgeber verpflichtet ist, fünf Prozent seiner Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen, sind in Inklusionsbetrieben zwischen 30 und 50 Prozent der Mitarbeiter schwerbehindert.

Inklusionsbetriebe sind rechtlich und wirtschaftlich selbständige Unternehmen oder unternehmensinterne oder von öffentlichen Arbeitgebern geführte Betriebe und Abteilungen. Sie unterliegen den allgemeinen Markt- und Wettbewerbsbedingungen.

Inklusionsbetriebe bieten schwerbehinderten Menschen:

  • Beschäftigung mit tariflicher oder ortsüblicher Vergütung
  • arbeitsbegleitende Betreuung
  • Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung
  • Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung und
  • Unterstützung bei der Vermittlung in eine andere Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Zielgruppe

In Inklusionsbetrieben werden schwerbehinderte Menschen beschäftigt, deren Teilhabe an einer sonstigen Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auf Grund von Art oder Schwere der Behinderung oder wegen sonstiger Umstände (z. B. Alter, mangelnde Qualifikation) trotz Ausschöpfens aller Fördermöglichkeiten auf besondere Schwierigkeiten stößt. Zu dieser Zielgruppe gehören insbesondere:

  • schwerbehinderte Menschen mit geistiger oder seelischer Behinderung oder mit einer schweren Körper-, Sinnes- oder Mehrfachbehinderung, die sich im Arbeitsleben besonders nachhaltig auswirkt
  • schwerbehinderte Menschen, die in Werkstätten für behinderte Menschen oder in psychiatrischen Einrichtungen auf den Übergang in einen Betrieb vorbereitet wurden
  • schwerbehinderte Schulabgänger, die in einem Inklusionbetrieb an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen teilnehmen
  • schwerbehinderte Menschen, die langzeitarbeitslos im Sinne des § 18 SGB III sind.

Förderung von Inklusionsbetrieben im Land Bremen

Inklusionsbetriebe werden vom Integrationsamt finanziell unterstützt, sowohl durch einmalige als auch durch monatliche Zuschüsse.

Von den Investitionskosten, die für den Aufbau eines neuen Inklusionsbetriebes entstehen - oder für die Erweiterung eines bestehenden Inklusionsbetriebes um zusätzliche Arbeitsplätze - können bis zu 70 Prozent der Kosten vom Integrationsamt bezuschusst werden. Mindestens 30 Prozent der investiven Kosten sind vom Arbeitgeber als Eigenanteil zu erbringen. Ein neu geschaffener Arbeitsplatz für einen schwerbehinderten Menschen kann mit bis zu 20.000 € gefördert werden.

Die Lohnkosten der schwerbehinderten Beschäftigten werden mit einer Pauschale in Höhe von 30 % des Arbeitnehmerbruttogehaltes gefördert.

Es werden außerdem Hilfen für den so genannten besonderen Aufwand geleistet. Dabei handelt es sich um den Aufwand, der in Inklusionsbetrieben im Vergleich zu anderen Unternehmen durch die Beschäftigung eines hohen Anteils von schwerbehinderten Menschen der Zielgruppe entsteht. Hierzu zählen insbesondere:

  • eine überdurchschnittlich aufwändige berufsbegleitende Betreuung
  • eine zeitweise oder dauerhafte psychosoziale Betreuung am Arbeitsplatz
  • das Vorhalten spezieller behinderungsgerechter Betriebsstrukturen und -prozesse.

Für den besonderen Aufwand werden bis zu 200 € monatlich je schwerbehindertem Beschäftigten gezahlt.

Die beiden laufenden Zuschüsse in Summe dürfen maximal 50 % des monatlichen Bruttogehaltes ausmachen.

Die gesetzlichen Regelungen zu Inklusionsbetrieben finden Sie unter den §§ 215 - 218 Neuntes Sozialgesetzbuch (SGB IX). Die Fördergrundsätze für das Land Bremen finden Sie hier (pdf, 652.6 KB).

Haben Sie Fragen oder eine Projektidee? Dann sprechen Sie bitte mit uns. Wir unterstützen und beraten Sie gern!

Thomas Mundl, Telefon: +49 421 3615294
e-mail: Thomas.Mundl@avib.bremen.de

Anke Treseler, Telefon: +49 421 3615328
e-mail: Anke.Treseler@avib.bremen.de

Fördermöglichkeiten bestehen neben den Leistungen des Integrationsamtes auch von Aktion Mensch.
Informationen hierzu erhalten Sie auf der Seite von Aktion Mensch.