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Leistungen zur begleitenden Hilfe im Arbeitsleben

Aus den Mitteln der finanziert das Integrationsamt die sogenannte begleitende Hilfe im Arbeitsleben. Die begleitende Hilfe hat das Ziel, schwerbehinderte Menschen so in das Arbeitsleben einzugliedern, dass diese auf Arbeitsplätzen beschäftigt werden, auf denen sie ihre Fähigkeiten und Kenntnisse voll verwerten und weiterentwickeln können.

Die rechtlichen Grundlagen für die Leistungen des Integrationsamtes ergeben sich aus § 185 Absatz 3 Nummer 2 Sozialgesetzbuch - Neuntes Buch in Verbindung mit der Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung.

Leistungen an Arbeitgeber

Firmen und Verwaltungen tragen große Verantwortung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Teilhabe behinderter Menschen. Dass es nicht von Nachteil sein muss, behinderte Menschen zu beschäftigen, zeigt die Leistungsbereitschaft vieler behinderter Mitarbeiter. Zugleich gibt es eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten an Arbeitgeber, die schwerbehinderte Menschen beschäftigen.

Neben einer Beratung kann das Integrationsamt Arbeitgeber mit finanziellen Leistungen unterstützen. Zum Beispiel bei:

  • der Schaffung von neuen Arbeits- und Ausbildungsplätzen
  • der behinderungsgerechten Einrichtung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen
  • dem Ausgleich von außergewöhnlichen Belastungen, die mit der Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen verbunden sind. Dies können z.B. die Kosten sein, die beim Einsatz von Gebärdensprachdolmetschern entstehen.

Leistungen an schwerbehinderte Menschen

Das Integrationsamt kann aus Mitteln der Ausgleichsabgabe die folgenden Leistungen an schwerbehinderte Menschen und gleichgestellte behinderte Menschen erbringen:

  • Technische Arbeitshilfen
  • Übernahme der Kosten für notwendige Arbeitsassistenz
  • Hilfen zum Erreichen des Arbeitsplatzes
  • Hilfen zur Gründung und Erhaltung einer selbständigen beruflichen Existenz
  • Hilfen zur Beschaffung, Ausstattung und Erhaltung einer behinderungsgerechten Wohnung
  • Hilfen zur Teilnahme an Maßnahmen zur Erhaltung und Erweiterung beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten
  • Berufsbegleitung im Rahmen der Unterstützten Beschäftigung

Eine wesentliche Voraussetzung hierfür ist ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis, Beamtenverhältnis oder Ausbildungsverhältnis (nach Berufsbildungsgesetz (pdf, 279.4 KB)) in einem Betrieb oder bei einem öffentlichen Arbeitgeber.

Zuständigkeiten der Integrationsämter und der Rehabilitationsträger

Die Leistungen persönlicher und finanzieller Art stellen eine individuelle, auf die besonderen Anforderungen des Arbeitsplatzes und die besonderen Bedarfe der schwerbehinderten Menschen abgestellte Förderung dar. Bei finanziellen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben kann im Einzelfall zunächst unklar sein, ob das Integrationsamt oder ein Rehabilitationsträger zuständig ist. Für diesen Fall regelt die Zuständigkeitsklärung (§§ 14-15 SGB IX), wie zu verfahren ist.
Eine Aufstockung der Leistungen der Rehabilitationsträger durch Leistungen des Integrationsamtes im Rahmen der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben ist nicht zulässig (Aufstockungsverbot).